Neujahrsmpfang in Tettnang

Bürgerstiftung großes Thema auf dem Neujahrsempfang
– Viele Zustiftungserkärungen gingen an diesem Abend ein –

Die Arbeitsgruppe konnte das große Forum des Neujahrsempfang nutzen, um umfassend über das Thema Bürgerstiftung zu informieren. Interessierte Bürger klärten viele Fragen abschließend und die Arbeitsgruppe konnte sich über eine große Anzahl neu gewonnener Gründungsstifter freuen.

Bürgermeister Bruno Walter erläuterte in seiner Ansprache die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements der Bürger in vielen verschiedenen Formen und würdigte den Grundgedanken der Bürgerstiftung.: “Bürgerschaftliches Engagement ist in diesen Zeiten unverzichtbar, da Kommunen, Bund und Länder an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit kommen.”

Dr. Stefan Nährlich beim Neujahrsempfang

Referent des Abends war Dr. Stefan Nährlich, Geschäftsführer des Vereins Aktive Bürgerschaft. Er erläuterte, dass die ersten Ideen der Bürgerstiftungen von 1912 aus den USA stammen und erst 1996 und 1997 in Deutschland Gehör fanden. Mittlerweile gibt es 313 Bürgerstiftungen in Deutschland, und 1600 weltweit. Dabei sei jede Stiftung etwas anders. Bürgerstiftungen würden immer genau das tun, was die Organmitglieder der Stiftung beschließen und für die jeweilige Kommune als wichtig ansehen würden. Auch sei die finanzielle Ausstattung vor allem Mittel zum Zweck: “Letztendlich kommt es nicht darauf an, was man hat, sondern was man daraus macht.”, so Nährlich. Dennoch seien die 200.000 Euro Startkapital eine vernünftige Größe. Bei den Vorteilen der Bürgerstiftung nannte Nährlich die Nachhaltigkeit der Arbeit, die flexible und zukunfstsicher aufgestellte Organisationsform, die breit aufgestellt sei, sowie die Tatsache, dass die Stiftung sich selbst gehöre, die Organe immer wieder rotierten.

Thomas Stauber beim Neujahrsempfang

Thomas Stauber, designierter Geschäftsführer der Bürgerstiftung, bedankte sich bei allen bisherigen Zustiftern und erläuterte nochmals einige drängende Fragen. So sei es die innerste Überzeugung der Mitglieder der Arbeitsgruppe, dass die Bürgerstiftung nicht dazu da sei, vorgefertigte Projektlisten abzuarbeiten, darum sei man mit konkreten Projektbeispielen zurückhaltend. Vielmehr werde man sich der Dinge annehmen, die jeweils in Tettnang akut und notwendig seien. Daher bat Stauber die Bürger um einen Vertrauensvorschuss für die Bürgerstiftung, welchen die Arbeitsgruppe im Laufe des Abends auch erhielt: Die Anzahl der zugesagten Zustiftungen stieg an diesem Abend beträchtlich.